Trichinellose, Trichinella und Trichinen – Gefahr durch Nahrung

Trichinen sind Muskelparasiten die durch den Verzehr von nicht vollständig durchgegarten Fleisch von Allesfressern bzw. Fleischfressern auch auf den Menschen übertragen werden können.

Eine unangenehme Erkrankung, die bei uns Menschen zu Gliederschmerzen und im Extremfall zum Tot führen kann.
Wie Du Dich aber schützen kannst und welche Tiere tatsächlich Trichinellose übertragen können erfährst Du hier.


Beginnen wir bei den möglichen Wirten von Trichinen:

  • Ratten und Mäuse
  • Fuchs und andere undeartige Tiere
  • Bären und Kleinbären wie zum Beispiel der Waschbär
  • Dachs und Marder
  • Wildschwein – klar ist ja ein Allesfresser
  • Pferde – also auch Wildpferde können eine Gefahr darstellen

Wie kann ich mich schützen?

Nur das vollständige und komplette Durchgaren des Fleisches hilft die inaktiven Trichinenlarven abzutöten und so die Gefahr zu neutralisieren. Natürlich ist das nur in einer Survival Situation zulässig.

Ein Jäger der mittels Untersuchung Trichinen im erlegten Wildtier erkennt muss das Wildbrett aussondern, da es als Lebensmittel nicht mehr verwendet werden kann und darf.

Und Räuchern – hilft das?

Nein leider. Räuchern ist keine Art um Trichinen zu töten, da die Schwelle von 70 Grad Celsius im Kern des Fleisches mit dieser Methode nicht erreichbar ist. Nur Braten, Kochen oder Grillen hilft.

Ein tolles Buch zu diesem Thema ist Wildtierkrankheiten erkennen und vermeiden. Das Buch ist eigentlich für Jäger gedacht, aber der ambitionierte Survivalist und Bushcrafter, der auch Jagd und Fallenstellen für den Notfall in Betracht zieht, sollte sich überlegen das Buch anzuschaffen. Schliesslich ist das Thema ein Teil der Jagdausbildung in Deuschland, Österreich und der Schweiz.

Hier die Beschreibung des Buches Wildtierkrankheiten erkennen und vermeiden

Bei Fragen zum Thema schreib mir doch eine Nachricht oder Poste diese auf Facebook bei survival24.org oder hier im Survival Blog.

lg Reini

PS: Trichinen sind keine Gefahr für Menschen, die sich in der Natur aufhalten. Ich möchte hier niemand verschrecken. Nur der Verzehr von unzureichend verkochten und auch infizierten Tieren kann zur Trichinellose führen. Ein anderer Übertragungsweg ist nach aktuellem Wissensstand nicht möglich. Also keine Sorge 🙂

About the author

Reini Rossmann

Hauptberuflicher Survival und Bushcraft Trainer, Leiter von Pflanzenseminaren, Vortragender und Autor