Kartoffelturm – Ernte auf kleinsten Raum

Der Kartoffelturm funktioniert wie ein Hochbeet. Vereinfacht gesagt werden Kartoffel in einer Tonne eingesetzt und dann durch Anhäufeln immer weitervermehrt. Wie das geht sehen wir uns gleich mal an.

Der Bau des Kartoffelturms
Als Material ist Stein, Holz, Metall aber auch Plastik möglich. Abhängig vom Platzangebot kann der Durchmesser des Kartoffelturms zwischen 50 und 100 cm liegen. Breiter würde ich den Kartoffelturm nicht machen, weil dann das Bearbeiten schwerer wird. Doch aus gärtnerischen Aspekten spricht auch gegen einen breiteren Kartoffelturm nicht.
Die Höhe kann bis 100 cm erreichen.

Der Turm kann kreisrund aber auch eckig gebaut werden. Die runde Form ist für das Arbeiten am Kartoffelturm die einfachste Variante. Klar ist der Bau mit Holz in runder Form abgesehen mit Ästen in Korbform nicht einfach. Mit einer Regentonne aus Plastik ist der Kartoffelturm doch in kurzer Zeit fertig und einsatzbereit.

Egal welche Form, welches Material oder Abmessungen – der Kartoffelturm soll wenn möglich zum Boden hin offen sein. So muss zum Beispiel bei einer Regentonne der Boden entfernt werden. Natürlich ist das im Balkongarten nicht möglich und auch nicht zwingend nötig. Ein offener Boden hat seine Vorteile, denn es muss weniger auf Staunässe geachtet werden und auch Bodenlebenwesen wie der Regenwurm kann in den Kartoffelturm eindringen. Doch genau das ist auch der Nachteil des offenen Bodens! So kann man ganz schnell Wühlmäuse einladen. Daher bei offenen Boden wie beim Hochbeet ein engmaschiges Gitter einlegen. So können Wühlmäuse erst gar nicht eindringen.

Gärtnern im Kartoffelturm
Wie im herkömmlichen Beet werden im Frühling die Kartoffel gesetzt. Sobald die Pflanze 10 cm ausgetrieben ist wird wieder „angehäufelt“ also die Kartoffelpflanze mit Erde zugedeckt. Dann lässt man die Grünpflanze wieder wieder 10 cm aus der Erde wachsen und legt die nächste Schicht Erde in den Kartoffelturm. Diesen Vorgang wiederholt man, bis der Turm mit Erde gefüllt ist. Interessant ist, dass keine weiteren Kartoffel eingelegt werden müssen, sondern durch das ständige Bedecken mit Erde weitere Knollen in der Erde entstehen.

Bei der Ernte wird wieder Schicht für Schicht abgetragen und so die Kartoffelernte eingefahren.

Steckbrief des Kartoffelturm
Breite: 50 bis 100 cm
Höhe: max. 100 cm
Material: Metall, Stein, Holz, Plastik
Form: Rund oder Eckig

Idealerweise kann das System auch als Hochbeet verwendet werden.
Entweder man baut sich selbst ein Hochbeet aus Holz bzw. Stein oder man kauft fertige Produkte.
Eine Empfehlung für ein solides und langlebiges Hochbeet, dass auch als Kartoffelturm verwendet werden kann ist das Juwel System.
Aktuelle Preise gibt es hier.

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Das Video zeigt, wie einfach ein Kartoffelturm erstellt werden kann.
Da das Prinzip des Hochbeetes eingesetzt wird kann man den Kartoffelturm auch so einsetzen.

Es macht mit unter Sinn, mehrere Kartoffelturm-Hochbeete einzusetzen und dann jährlich Fruchtwechsel durch zuführen.
D.h. jedes Jahr die Kartoffel in einen anderen Turm zu setzen. So beugt man Schädlingen vor.
Dazu müssen aber mehrere Hochbeete angeschafft bzw. gebaut werden.
Wer ein System kaufen möchte, dem kann ich das Juwel System empfehlen. Wir setzen es selbst ein und sind zufrieden, da es sehr langlebig und flexibel ist.
Aktuelle Preise des Hochbeet-Systems von Juwel gibt es hier.

About the author

Reini Rossmann

Hauptberuflicher Survival und Bushcraft Trainer, Leiter von Pflanzenseminaren, Vortragender und Autor