Bienen und Überleben in der Wildnis

Das Bienen sehr nützliche Tiere sind ist allgemein bekannt.
Aktuell läuft der Film „More than Honey“ in den österreichischen Kinos und zeigt die Gefahr in der die Bienen schweben.

Doch hier soll es nicht um Bienen und deren Wichtigkeit im Ökosystem gehen sondern um deren Nutzen für das Überleben in der Wildnis. Wir wollen also die Sicht des Survivalisten einnehmen.

Bienen als Indikatoren

Unter Indikatoren verstehen wir Anzeiger.
Bienen geben über zwei Dinge Auskunft, die für uns Survivalisten interessant sind.
Konkret zeigen Sie an, dass eine mehr oder weniger nutzbare Wasserquelle in der Nähe sind muss.
Und das Verhalten der Bienen lässt und kommende Tendenz des Wetters erahnen.

Bienen als Indikator für Wasser
Das Thema Wasser und Bienen ist natürlich nicht immer 1:1 umsetzbar. Man darf nicht erwarten automatisch eine reine Quelle durch die Anwesenheit von Bienen finden zu können.

Übrigens sind auch Ameisen auf eine immer zur Verfügung stehende Wasserquelle angewiesen. Und das ist das Stichwort, denn auch Bienenvölker benötigen eine konstante Wasserversorgung – Was einen Bienenstock somit zu einen guten Indikator macht.
Das gilt auch für die Nester von Wespen und Hornissen.

Doch kommen wir wieder zurück zu Bienen. Die Flugweite von Bienen liegt zwischen einem und zwei Kilometern.
Aber so wie alle Tiere sind Bienen auf den Erhalt der eigenen Kraft und Energie bedacht. Und daher wird das Nest immer in der Nähe der Wasserquelle gelegt und nicht 2 km entfernt angelegt.
Somit ist es nicht immer einfach die Wasserquelle tatsächlich zu finden. Doch sie muss da sein, denn ohne konstante Wasserversorgung können auch die Bienen und deren Brut nicht überleben.

Bienen als Wetterzeichen
Kann man Bienen beim Sammeln von Nektar beobachten wird man die nächste Stunde gutes Wetter haben.
Wenn sich die Tiere aber unter Tags plötzlich zurückziehen ist das Gewitter in rasch vor Ort.
Auch vor einem drastischen Wetterumschwung verschwinden die Bienen schlagartig.

Bienen als Nahrung

Bienen selbst sind natürlich als Nahrung nicht sinnvoll. Doch Honig ist in der Wildnis ein sehr willkommenes Lebensmittel. Zumindest in Südamerika, Teilen Asiens und Afrika kann man schwarmbildende Wildbienen finden.
Leider finden wir in Europa nur alleinlebende Wildbienen.
Zum Beispiel sammeln die afrikanischen Hazabe und Buschmänner Honig von wilden Bienen.
Interessant dabei zu erwähnen – Die Buschleute plündern nicht den gesamten Stock. Vielmehr wird nur ein Teil der Waben entnommen und zumindest die Menge im Bau belassen um das Überleben des Bienenvolkes sicherzustellen.

Bienen als Gefahr?

Bienen sind keine wirkliche Gefahr in der Natur. Zwar gibt es Menschen, die auf Insektenstiche und somit auch auf Stiche von Bienen allergisch reagieren, aber sonst sind europäische Bienen keine nennenswerte Gefahr.
Außer man schluckt versehentlich ein Tier und wird im Rachenraum gestochen.
Durch die Schwellung kann die Atmung lebensgefährlich gestört werden.

Wer mehr über Gefahren in der Natur erfahren möchte ist beim Survivalkurs „Gefahren in der Natur“ gut aufgehoben. Weitere Infos zum Kurs gibt es HIER.

Fazit

Bienen sind sehr interessante Tiere und bilden ein Puzzlestein im großen Netz der Natur.
Sie zeigen uns Wettertendenzen, Wasserquellen und in manchen Regionen auch Nahrung.
Was das Anzeigen von Wasserquellen betrifft sollte man aber besonders auf Ameisen achten.

About the author

Reini Rossmann

Hauptberuflicher Survival und Bushcraft Trainer, Leiter von Pflanzenseminaren, Vortragender und Autor